Der Sonnenterror geht in die Verlängerung

Schön ist´s…

Da ist das Wetter endlich mal länger als 6 Stunden so, dass man Zeit draussen verbringen kann und was macht man dann? Richtig, man grillt. Wenn man jetzt das Glück hat einen Garten am Hinterhofhäuschen in Pauli zu haben oder in meinem Fall eine Freundin zu haben, die einen Garten an ihrem Hinterhofhäuschen hat, puh, das war viel, dann kann man ab von den wildgewordenen Horden der existenzbedrohenden Großstadt-Pyromanen in beschaulich rustikaler Kiezidylle grillen.

Nein, Moment, kann man nicht, denn frei nach Friedrich Schiller „Es kann der Frömmste nicht in Frieden grillen, wenn es dem alten Sack von Nachbarn nicht gefällt!“ Und so sah ich mich schon beim entzünden (eher dem Versuch des Entzündens) durch ein bergziegengleiches Gemecker gestört, welches meinem empfindlichen akustischen Apparat schwer zu schaffen machte. „Du nix grillen, zieht alles in Fenster!“ tönte es aus dem 2. Stock und ich sah mich der Versuchung ausgesetzt aus dieser einfachen Unterlassungsansage eine ernstzunehmende Diskussion über das nachbarschaftliche Verhalten nicht mehr Geschlechtsreifer Großstädter mit ihren hungrigen Nachbarn zu entfachen.

Wäre vermutlich trotzdem das einzige geblieben, was an diesem Abend entfacht wurde, aber immerhin. Was mich am ehesten an der Sache belustigt ist die Tatsache, dass der alte Sack (Ähnlichkeiten zur Figur von Walther Moers sind wohl zufällig, wenn auch unübersehbar) eigentlich ne arme Wurst ist. Hätte er etwas mehr Weitsicht an den Tag gelegt, hätte er was zu lachen gehabt, es wäre kein böses Blut entstanden und seinem Olfaktorischen Gusto wäre auch nicht geschehen, denn dieser verf*#%te Einmal-Grill wäre vermutlich ohne zu Hilfe Nahme eines Hektoliters Brennspiritus gar nicht zum lodern gekommen. Diese Mistdinger (Verpackungsaufschrift „Es reciht ein Streichholz oder Feuerzeug“) brennen irgendwie nie, es sei denn man ist auf Rügen und lässt die 6 Windstärken die Arbeit des Anfächelns übernehmen.

Sei es, da wir ja ohnehin nur durch einige heimtückische Stufen vom „heimischen Herd“ getrennt waren, haben wir den ganzen Fleischberg letztendlich wie die Monate zuvor in der Pfanne umgefärbt und einfach extrem laut im Garten gegessen.

Das zumindest kann der Hamburger Standard-Mietvertrag nicht untersagen.

Also, einen Guten Appetit und Tschüß

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