Das Leben…

… schreibt die schönsten Geschichten.

Ich dachte dieser Tag kann nur ein langer, anstrengender und im schlimmsten Fall deprimierender werden. ABER, wenn Du denkst es geht nichts mehr… Dann gibt es da draussen eine frischpolierte Zuckerrübe, die dir den Glauben an den Humor zurückgibt. 

Ich habe eine Mail bekommen deren Inhalt mich eigentlich hätte bedrücken müssen. Es ging darum, dass auf meiner neuen/alten Lieblingsplattform (wordpress) ein rechter Blog existiert, der auch noch sehr hoch frequentiert wird. Man ist ja (fast) allem gegenüber aufgeschlossen und so wollte ich mir das Ganze doch mal ansehen, denn zwischen doof und rechts ist die Grenze zwar schmal, aber doch vorhanden. Also rauf auf die Seite und folgenden schönen Artikel gefunden linkszwodreivier. Da habe ich doch schwer geschmunzelt und erst mal freundlich nach gehorcht, ob die jungen, nennen wir sie mal „traditionsbewussten“, Herren denn wirklich so leicht zu verunsichern seien. 

Kennt ihr das, wenn man auf eine Frage gar keine Antwort erwartet? Ja, so ging es mir auch, aber es war mir ein kleines Freudenfest mir vorzustellen, wie Junker Jörg in seinem Kinderzimmer,  seiner eigenen national befreiten Zone sitzt, ungläubig mit seinem Scherenschnitt von Rudolf Hess aus dem Völkischen Beobachter spricht und sich fragt, warum denn die Jugend da draussen so wenig Achtung vor dem 1000 jährigen (mit Unterbrechung) Reich hat. Natürlich wurde mein Kommentar nicht veröffentlicht (unnötig zu erwähnen, dass diese gecheckt werden ehe sie online gehen). Aber um mich zu versichern, dass ich mir das Ganze nicht nur eingebildet habe, habe ich es in Bild und ohne Ton festgehalten.

 

Dialog im Dunkeln

Dialog im Dunkeln

 

 

 

Was mich besonders erheitert ist die getragene Schreibwiese der Kameraden. Da wird aus dem Spiegel ein „Propagandablatt der Globalisten“, die Darstellung von Frauen zum Schub der „familenfeindlichen Femminismusbewegung“ und eine mittelmässige Bildmontage zur „subtilen (…) tiefenpsychologischen Grafik“ die „Zwietracht unter den verschiedenen deutschen Bevölkerungsgruppen säen will“. Bis dahin konnte ich mich noch zusammenreissen, aber bei der nachfolgenden Formulierung lag ich Tränen lachend und mich kugelnd unter meinem Schreibtisch: „Das Säen von Zwiehtracht und das Unterminieren des deutschen Selbstbewußtseins sind jedenfalls mit Sicherheit wesentliche Aufgaben des 1947 im Nachkriegsdeutschland vom Bilderbergerfreund Rudolf Augstein gegründeten Propagandaorgans.“

Man sieht den Verfasser bildlich vor sich: rasiertes Seiten-, gescheiteltes Haupthaar (nach rechts), eine Andeutung von „Zweifingerbärtchen“ auf der vor Wut bebenden Oberlippe, eine Schachtel HB auf dem Computertisch und die polierten Springerstiefel feinsäuberlich in Reih und Glied vor der Zimmertür abgestellt. Man möchte ihn drücken und erst wieder loslassen, wenn der Zorn auf die ganzen potentiellen und tatsächlichen Volksverräter da draussen verpufft ist.

Was solls, der „Bub“ bleibt ungedrückt, denn ich gehe jetzt essen. Meine Freundin hat, wie sich das für ein gootes daaitschen Madel gehört das Essen schon vorbereitet, der Mann soll ja nicht hungern, wenn er vom Dienst für´s Vaterland nach Hause kommt.

In diesem Sinne, bleibt tapfer ihr kleinen Soldaten.

 

P.S. Ich glaube ich poste den Artikel mal, mal sehen wie sich unser Traffic entwickelt 😉

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8 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemeines

8 Antworten zu “Das Leben…

  1. werbespott

    Von mir gibts dafür 5 Sterne und ein fröhliches
    „Wie geil!, Wie geil!, Wie geil!“

  2. Fab

    noch geiler:

    wikipedia für nazis:
    http://de.metapedia.org/wiki/Hauptseite

    natürlich wollen die nur deutsches volksgut bewahren.

  3. lebambi

    Ich wende mich jetzt mal an Mutterland!

  4. lebambi

    Soll ich mich jetzt wundern, dass der lonk nicht gepostet wurde sondern (wie alle Beiträge) von vornherein gelöscht wurde?
    Die Kameraden wissen ja jetzt, wo sie mich finden können, obwohl ich wenig Hoffnung hege, dass daraus eine Diskussion entsteht. Für die bin ich nur ein weiterer „Linker“.
    Meinungsfreiheit ade, Schublade auf, „Melde gehorsamst: Auftrag ausgeführt!“ und zurück zu den „Leitmedien“.

  5. lebambi

    Ich wollte auch erst „Länkerrrr“ statt „Linker“ schreiben, aber das verstehen wir ja nicht 😉

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