Die harten Folgen von Killerspielen ODER Surviving the game

1994 kam ein für die damaligen Verhältnisse schockierender Film in die Kinos hier.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Reiche Typen holen sich Penner von der Strasse mit Jobangebot, reiche Typen bringen Penner in die Berge, reiche Typen benutzen Penner als Jagdobjekt, Penner wehrt sich, Penner findet raus, dass  vor ihm schon zig andere Penner so gestorben sind, Penner killt reiche Typen. Ende aus, Mickeymaus.

Das schockierende war, dass das „Spiel“ an sich unvorstellbar klang. Man kann doch nicht als Privatperson einfach so Jagd auf Menschen machen, oder?

Klar, geht alles. Man benötigt dafür nur 3 Dinge: Waffen, Opfer und GELD. Wie hier bereits  abgebildet, planen einige leicht verdrehte (man muss ja mit Formulierungen vorsichtig sein, zack ist man auf der Trophäenliste) Russen mit ein bisschen zu viel „hart erarbeiteten Geld“, genau das. Menschenjagd. Eigentlich nichts anderes als das, was uns als Folge der Killerspiele prophezeit  wurde, oder? Nun sind es nicht irgendwelche nicht ganz so gut situierte Russen, die man in die sibirische  Tundra fliegt um sie dort leicht beschleunigt dem natürlichen Kreislauf des Lebens zuzuführen, sonder somalische Piraten.

DAS wiederum ändert die Sache, da „die“ Regierungen dieser Erde ja aktuell ein echtes Problem damit haben, wie man dieser kleinen, aber nicht ganz so feinen Herren Herr werden soll. Eigentlich müssten England, Deutschland, Frankreich und Amerika da doch eine Ahnung haben, im „Neger“ (bitte hier wirklich als Satire zu verstehen) unterdrücken haben die einzelnen Länder doch Erfahrung. Scheint sich also ein bisschen was getan haben auf dem schwarzen Kontinent und wenn die jetzt da unten plötzlich Waffen haben (woher eigentlich?), dann ist halt nix mehr mit Onkel Toms Hütte.

Also müssen mal wieder die Russen ran, auch die haben eine lange und erfolgreiche Tradition im Minderheiten ausrotten, sollten also relativ bald mit den Querköpfen in Somalia durch sein. Danach schicken wir sie dann in den Jemen. Oder nach Afghanistan (schiessen statt handeln) die Berge dort wecken bei einigen der neureichen Ex-Genossen sicherlich noch alte Gefühle.

Aber, Amerika wäre nicht DIE Supermacht, wenn sie nicht schon einen Schritt weiter wären. Dort hat man nämlich noch aus Zeiten, als ein Ex-Alkoholischer christlicher Fundementalist Präsident war, ein Paar Uiguren übrig. Gut, man hat auch Afghanen, Pakistani, Inder, Araber, Irakis und Deutsche, aber die interessieren jetzt nicht. Denn die Uiguren sind in ihrer Heimat jetzt auch ne Minderheit und werden auch gerade so richtig schön wegunterdrückt, gejagt und gerne auch einfach mal so totgeschlagen. Diese Uiguren braucht man jetzt in Guantanamo nicht mehr, also müssen die weg. Erst hat man gedacht, versuchen wir es doch mit Europa. Wunschkandidat wäre München bei Deutschland gewesen. Die Münchner, genau so wie die Exil-Bayern in Berlin, allen voran der ewig paranoide Schäuble, halten das aber für keine gute Idee. Weil die Uiguren, das sind  ja „Feinde“ der Chinesen. Und weil die Chinesen ja wichtige Handelspartner sind, so als neue Supermacht, will man es sich nicht mit ihnen verscherzen. Hat in der Vergangenheit gut geklappt, also „never change a winning horse!“. Müssen die Uiguren also wo anders hin.

Hier 2 konkrete Vorschläge:

1. Wir schicken sie nach Afrika, dann können sie gucken, ob sie Piraten werden wollen, oder lieber an Krankheiten sterben, die man dort gar nicht hätte, wenn der weiße Mann sie nicht mitgebracht hätte, nur um jetzt den Afrikanern Medizin zu verweigern, die man in den Industriestaaten hat.

2. Wir schicken die Uiguren direkt nach Russland. Die reichen Protze haben was zum abknallen, die Chinesen mögen die Russen wieder, weil sie gemeinsam auf den kleinen Uiguren rumhacken und die Russen sparen sich die Reisekosten nach Somalia.

Gut, eine Gruppe kommt dabei zu kurz, aber wenn ich aktuell etwas in Deutschland lerne, dann, dass Demokratie einer Minderheit weh tun muss, sonst ist es keine Demokratie. Wie ich darauf komme? Och ich denke an Online-Petitionen gegen das ZugErschwG, ich denke an Burgerketten inKreuzberg und der Schanze, ich denke an Überwachungskameras in Privatwohnungen, an Schäuble, an Zensursula, an Killerspiele und nicht zuletzt denke ich auch an mich selbst.

Also, lasst uns der Freiheit dieser Welt ein Opfer bringen, evtl. kann mir ja jemand aus Dank für meine guten Vorschläge eine Ehrendoktorwürde verleihen. Ich bin dann mal eben weg, irgendwo läuft ein Special über Michael Jackson…

In diesem Sinne, oh say can´t you see..

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemeines, Gesellschaft, Inernet, Politik, Serie, Zensursula

5 Antworten zu “Die harten Folgen von Killerspielen ODER Surviving the game

  1. lebambi

    Ach, bevor ich es vergesse, die Nachricht mit den Russen gilt als Hoax, ist sie aber nicht.
    Die Idee stammt von einem russischen Kreuzfahrtunternehmer.

    Der Hoax ist, dass es so nicht genehmigt werden wird. Also die Idee ist echt, Berichte, dass man sich wirklich einbuchen kann und Seiten wo dies offeriert wird sind fakes.

    Wichtig war die STORY, um mal auf die perversen Auswüchse hinzuweisen…

  2. werbespott

    Schöner Artikel, damit hast Du direkt einige Themen abgekaspert! 😉
    //like!

  3. LaGrandeMisere

    Ich glaub nicht, dass die Idee echt war. Denke eher, dass es sich von Anfang an um ne Ente gehandelt hat.

  4. Fab

    oh ich glaube schon, dass es echt war, menschen sind zu so was fähig 😦

  5. lebambi

    Da gebe ich Fabian Recht.

    Aber dir sei deine Meinung gegönnt.
    Ich habe es schon zu oft in verschiedenem Zusammenhang gelesen und gehört, was eine Ente nicht ausschliesst, s. Jackson Fotos!

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