Realsatire bei der SPD

ich fange diesen Artikel jetzt mal mittelmässig informiert an und werde über seinen Verlauf hin noch genauer recherchieren.

Was ich vor etwa einer halben Stunde, der Tag fing pünktlich an, bei SPON gelesen habe klang erst wie ne Meldung aus der Titanic, stellt sich aber relativ schnell als Tatsache heraus. Die Supernanny geht für die SPD im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick als geladene Expertin der SPD an den Start.
Thema ist die Familienpolitik der SPD. Der Gedanke: Wenn die CDU mit Supermami punktet, dann braucht die SPD eben auch ein Aushängeschild. Und wenn man es dem Volk recht machen will, dann muss man ihm, wie schon Martin Luther wusste, „auf´s Maul (pardon die Einschaltquoten) schauen“.

Ich stelle mir den Abend jetzt erst mal so vor: Frau Saalfrank beobachtet den partei-internen Schabernack, bei dem sich vor allem der 47 Kajo immer wieder in den Vordergrund drängt. Also wir Kajo ermahnt auch die anderen mal zu Wort kommen zu lassen, was er geflissentlich überhört und deswegen auf die Schweigetreppe muss. Dann hält die Saalfrank einen Monolog über den katastrophalen Zustand der Familie „SPD“ – Zwischensequenzen eines kopfschüttelnden Münte und einer faustschwingenden Hannelore Kraft, Zoom auf´s Willy Brandt Haus, Bilder von enttäuschten Parteianhängern, etc – und versucht einen Lösungsansatz für die ganze Familie zu schaffen. Mama, Papa, Kind werden anschliessend glücklich von der gestrengen Pädagogen-Domina ins Leben entlassen, in der Hoffnung, dass sie auch nach dem 27. September noch am Leben und weg von der Flasche sind.

Die Realität sah natürlich ganz anders aus. Kajo Wasserhövel durfte sich als Direktkandidat selbst beweihräuchern, die Medienpräsenz und sicherlich auch teilweise – Akzeptanz von Kinderschreck Saalfrank wurde publikumswirksam genutzt, ein veralteter Film gezeigt, die Gage der RTL-Schreckschraube bis auf den letzten Cent ausgepresst in dem sie wieder mal irgendwas über Kindeserziehung faseln durfte, dann Autogrammstunde und gut.

Es ist zwar tröstlich zu sehen, dass auch innerhalb der SPD Widerstand gegen so etwas besteht, aber da Politik ja nichts mehr mit Inhalten zu tun haben muss, werden wir wohl ähnliche Schreckmomente in den nächsten 2 Monaten noch häufiger sehen.

Meine Top 5:
• Harald Schmidt für die FDP zum Thema Kulturpessimismus
• Tine Wittler für die CDU mit Dekotipps für die marode Wirtschaft  
• Günther Netzer als Kommentator der nächsten Rede von Claudia Roth (B90/Die Grünen)
• Oliver Pocher über die Rolle der Volksverdummung bei Der Linken  
• Florian Silbereisen für die DVU zum Thema Deutsches Liedgut zur Erstarkung der Volkssolidarität

Zum Abschluss des Wahlkamps holen wir das „Millionenspiel“ wieder aus der Schublade und lassen die Kanzlerkandidaten von einem Mob aus aufgebrachten Hartz IV Empfängern 72 Stunden durch die Republik scheuchen, wer überlebt wird Kanzler.

Kleiner Nachtrag: Eine weitere Meldung mit echtem Handfläche gegen die Stirn-Faktor ist, dass irgendein Humor-Genie Kader Loth als Gleichstellungsbeauftragte für die „Pauli-Partei“ vorgeschlagen hat hier (gut die Quellen sind fragwürdig, aber nichts ist so unvorstellbar in diesem Land, dass man es hier nicht zumindest kurz erwähnen sollte).

In diesem Sinne, Brot und Spiele

 

LeBambi

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Gesellschaft, Inernet, internet, Politik, Satire, Zensursula

4 Antworten zu “Realsatire bei der SPD

  1. manchmal rockt Polemik eben auch…

    Harald Schmidt für die FDP – würd ich zu gern sehen. Wo kann ich abstimmen? 😉

  2. Fab

    ahahah ich mag den artikel

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