Liefert die CDU eine Kinderporno Suchmaschine?

Das das neue Zugangserschwerungsgesetz nicht wirklich keine Kinder davor schützt Opfer zu werden, sollte ja auch mittlerweilse auch jeder reaktionäre, um es mal deutlich auszudrücken „Vollhorst“ begriffen haben. Im Heise Forum fand sich aber nun dieser nicht uninteressante Beitrag zu dem Thema:
Ursulas Kinderporno-Suchmaschine

foobar (mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.00)

Befindet sich eine Suchmaschine hinter dem Filter, dann speichern
deren Webcrawler zu jeder gesperrten Adresse die Stopp-Seite ab.
Nimmt der Suchmaschinenbetreiber diese Daten nicht explizit aus
seiner Datenbank, dann spuckt eine Suche nach der Stopp-Seite die
Liste der gesperrten Adressen wieder aus.
Einen Webcrawler, der Links auf Webseiten verfolgt und nach der
Stopp-Seite sucht kann obendrein jeder laufen lassen. Kann die
Stopp-Seite anhand der IP-Adresse identifiziert werden, dann ist es
sogar möglich die Links ohne Zugriff auf die Stopp-Seite zu
identifizieren: Nach dem DNS-Lookup kann man dann bereits abbrechen
und hinterläßt noch nicht einmal Log-Einträge auf dem Stopp-Server.
Mit der so gewonnenen Liste von Einträgen mit Ursulas Gütesiegel ist
es dann ein leichtes via ausländischem Proxy oder DNS-Server auf die
„gesperrten“ Daten zuzugreifen.
Wenn es wieder eine gewohnt „professionelle“ Umsetzung des ganzen
Themas gibt (siehe z.B. Toll-Collect / Arbeitsamt-Server / Server für
Abwrackprämie usw.), dann kommen Kinderporno-Konsumenten einfacher
als je zuvor an ihren „Stoff“.

Wenn das so richtig ist, zeigt es mal wieder die überragende kompetenz der Partei rechts aussen: CDU. Wenn das zu beweisen wäre müsste man nachdenken ob das nicht ein straftat bestand wäre.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Gesellschaft, Inernet, Politik, Zensursula

2 Antworten zu “Liefert die CDU eine Kinderporno Suchmaschine?

  1. SunTsu

    Das ist zwar korrekt, aber nur unter der Eingangsprämisse: Der Suchmaschinenprovider muss vom Filter betroffen sein.

    Ja, das steht am Anfang des Artikels, aber ich hatte es selber mehr oder weniger überlesen, bzw. zu flüchtig gelesen.

    Eine weitere Prämisse ist, daß der Crawler auch tatsächlich Links zu derartigen Seiten findet, was, meines Wissens nach, eher unwahrscheinlich ist. Betreiber solcher Seiten wollen ja doch eher unterhalb des Radars bleiben. Hinzu kommt daß, laut verschiedener Studien, sowie laut Udo Vetter (http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/25/die-legende-von-der-kinderpornoindustrie/), der Austausch eher in geschlossenen Communities stattfindet. In diese kommen Crawler der Suchmaschinenbetreiber wohl nicht.

    Aber, unsere ehemals geschätzte Familienministerin von der Lüge, versucht uns genau das weiszumachen: Man könne einfach so über entsprechendes Material stolpern. Da ist obiges Gedankenspiel natürlich ein Gegenargument, da es unter der von ihr vorgegebenen (und erlogenen) Voraussetzung funktioniert. Die Realität sieht da dann anders aus.

  2. Fab

    Hallo SunTsu, danke für den link!

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