Guten Morgen Schmidteinander

Es wäre so lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

Ulla Schmidt ist die Karre gestohlen worden. Das ist nicht neu, aber jetzt muss sie das vor dem Bundestag erklären. Ich klinke mich jetzt u.a. ein, weil ich die sowieso nicht mag, das muss erwähnt werden, weil dies kein objektiver Artikel wird.

Wer noch nicht mitbekommen hat, was los ist, kann es hier und hier und hier nachlesen. In Kurzform, Ulla wollt ne Reise tun, packte ihre Koffer und nahm mit: Einen Dienstwagen.
Ulla nahm mit einen Dienstwagen und einen Sohn… Tja, zurück kommt sie weiterhin mit einem Sohn (hoffe ich), aber ohne Dienstwagen.
Das wäre nicht so schlimm, wenn sie vorher angegeben hätte, dass sie den Dienstwagen für eine (größten Teils) private Reise nutzen wird. Ich kann sie ja sogar verstehen. Es gibt schlimmeres, als wenn man morgens neben Frühstück auf´s Zimmer auch gleich nen privaten Chauffeur für die Fahrt an den Strand anbimmeln kann, jetzt hat´s sich´s aber ausgebimmelt, denn der arme Kerl wird wohl mit dem Zug nach Hause fahren, nachdem ihm jemand das Hotelzimmer aufgebrochen und den Autoschlüssel geklaut hat.

So ein Schlüssel allein bringt natürlich nicht viel, also haben die damit auch das Auto geklaut. Und schon musste Ulla zu hause anrufen und erklären, warum sie es dabei hatte.

Das stelle ich mir doof vor, es ist, wie Papis Auto nehmen, es gegen den Baum setzen und dann zu hause anrufen zu müssen. In diesem Fall ist es aber nicht Papis Auto, sondern ein von uns Steuerzahlern bezahlter Dienstwagen, also muss Ulla jetzt 86 Mio. Menschen anrufen und denen erklären, warum eine Ministerin im Urlaub ein Dienstfahrzeug benötigt!?!

Das ist, wie Frau Schmidt sich jetzt verteidigt, nicht einmal gesetzeswidrig, sofern sie alle „privaten“ Fahrten von den „dienstlichen“ Fahrten trennt und diese auch privat abführt. Aber was macht eine Ministerin im Privaturlaub überhaupt dienstliches? Und warum werden dann nicht die Kräfte vor Ort (Botschaft, etc.) bemüht? Und weswegen ist sie das einzige Mitglied des Bundestages, welches solch eine Praxis anwendet (ausgenommen Bundeskanzlerin, Innen- und Aussenminister, sowie der Bundespräsident, die als höchstgefährdete Personen eingestuft werden)?

Bleiben wir doch einfach mal realistisch. Was die liebe ulla da abgezogen hat ist, egal, wie man es dreht und wendet eine Sauerei. Und auch wenn sie jetzt, da diese Sauerei aufgeflogen ist NATÜRLICH alle juristischen Schlupflöcher als Rechtfertigungsansatz nutzt, halte ich es mit den Fantastischen Vier „Hinterher weiß man immer mehr…!“

Natürlich ist es 2 Monate bevor sie hoffentlich ohnehin ins politische Nirwana entschwindet unnötig, dass sie zurücktritt, aber es wäre ihrerseits eine persönlich charakterstarke Reaktion und eigentlich angemessen gewesen.
Traurig ist, dass sie damit der Partei schadet und somit schwarz/gelb untermauert (obwohl dort auch genug Leichen im Keller liegen).

Nehmen wir uns zum Abschluss ein kleines Ranking vor:

Politiker, die richtig Mist gebaut haben und nie zurücktreten würden:

5. Sigmar Gabriel („Umweltminister, der auch gerne mal für kurze Strecken alleine fliegt)
4. Ronald Schill (Ex-Justizensator aus Hamburg, bekannt als „Richter Gnadenlos, der seine Kokainsucht immer geleugnet hat, abgesehen davon war es ohnehin eine Farce, diesen „Typ“ in die Politik zu lassen)
3. Roland Koch (Hessischer Ministerpräsident, der trotz Schmier, pardon Schwarzgeldaffäre trotzdem nicht weg zu kriegen ist)
2. Ursula von der Leyen (aka Zensursula, Familienministerin, die sich gegen die Vorbehalte vieler einfach für eine Zensur des Internets durchgeschnutet hat)
1. Helmut Kohl, der sich meines Wissens bis heute geweigert hat, seine Hintermänner in der Spendenaffäre zu verraten

In diesem Sinne, hoch auf dem gestohlenen Wagen sitz ich beim Fahrer vor´n

LeBambi

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemeines, Fun, Gesellschaft, internet, Politik, Satire

2 Antworten zu “Guten Morgen Schmidteinander

  1. lebambi

    http://tinyurl.com/nepme3

    Ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha

  2. lebambi

    Und ich hab noch einen gefunden:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,639114,00.html

    Ich hab mich bislang mit „Verstehen Sie Haas“ zurückgehalten, deswegen weiss ich nicht, wie ernst man das nehmen kann…
    ABER: Wenn dieser Dialog echt ist, dann müsen die Jungs ihre eigene Radiosendung statt Strafverfolgung bekommen.

    Zu amüsant für schwedische Gardinen!

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