Fläsch-Mobbing

Es ist ja nichts neues, dass unsere Politiker dem Internet gegenüber ängstlich bis paranoid reagieren.

Ich muss gestehen, dass man nachvollziehen kann, wenn Anwohner und Kurverwaltung wie auf Sylt etwas „säuerlich“ reagieren, wenn plötzlich 13.000 besoffene Halbstarke eine Insel demolieren und das als Flashmob deklarieren.
Die aktuelle Entwicklung hingegen ist, sagen wir mal wirklich „überzogen“. Flashmobs, ursprünglich als unpolitische Events geplant haben zwar durch die Smartmob-Idee immer mehr politische Inhalte, aber Beispiele wie hier zeigen, dass es auch einfach eine Bereicherung des zwischenmenschlichen oder kulturellen sein kann.

Schlafenszeit für Ignoranten

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DAS jetzt sprengt allerdings doch etwas den Rahmen. Schäublism everywhere? Da geht ein Flashmob in die Hose und sofort fängt man an über ein generelles Verbot nachzudenken? Also ich zieh jetzt mal nen kurzen Vergleich:
Pauli spielt in Rostock (oder Rostock in Pauli, das Ergebnis ist das selbe), dabei werden mehrere Personen teilweise schwer verletzt, Polizisten angegriffen und Schaufenster eingeworfen. Wo ist denn DA das Bundesliga Verbot? Wieso werden nicht alle Fans prophylaktisch eingesperrt? Mal ganz abgesehen von den Rädelsführern, den Vereinen? Alle ab nach Sibirien, da können die dann nachdenken, ob es so lustig ist nen armen kleinen Ball zu treten und damit zur Anarchie aufzurufen!

Versteht mich nicht falsch, ich bin Fussballfan, ich bin sogar Pauli-Fan, aber wenn man es mal genau nimmt, ist der Vergleich nicht so abwegig. Immerhin sprechen wir von Sippenhaft. Weil ein Flashmob schief läuft wird gleich das Ganze System in Frage gestellt, ist ja auch bislang so wahnsinnig viel passiert.

Nennen wir das Kind doch beim Namen, die Politik scheisst sich ein, wenn´s um das Internet geht. Der Grund dafür ist relativ einfach, das Versagen dieser angeblichen Volksvertreter wird breiter diskutiert, Meinungen freier und schneller ausgetauscht. Selbst kleine Fehltritte, die früher wegdementiert worden sind, werden inzwischen zu Petitionen, Threads und teilweise Parteien. Und weil man furchtbare Angst vor dem Internet und seinen Jüngern hat, muss alles, was damit zu tun hat genau geprüft werden. Ich glaube, wenn man in Berlin könnte, wie man wollte, dann würden im Iran demnächst Blogger die miserablen Zustände der Internetzensur in Deutschland anprangern. Mit Zensursula, diesem selbstgefälligen Versagen auf zwei Beinen und ihrer total weltfremden Umsetzung der inhaltsbezogenen Seiten „Sperrung“ ging es los, aber und da muss ich nicht mal bei Nostradamus nachschlagen, das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Also Leute, wir müssen mobben, nicht die einzelnen Hohlbirnen in Berlin, sondern wie hier und das häufiger. Denn ein Ganzes Volk weg zu sperren, das hat es seit dem Fall der Mauer nicht mehr gegeben und ich bin gespannt, wie sie das argumentieren wollen?

In diesem Sinne, auf die Plätze, fertig, MOB

 

 

LeBambi

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