A couch in a city built on rock and roll – Teil 2

Couchsurfing???

Was ist das? Wie geht das? Sachte sachte… Ist total simpel. Man geht auf die Seite http://www.couchsurfing.com und meldet sich dort an. Man sollte ein ansprechendes und auch ausführliches Profil anlegen – so viel Zeit sollte man sich schon nehmen.


Wenn man nun alles fertig hat kann man sich entscheiden, möchte man sein Couch auch anbieten? In einer Community ist das nur fair, aber letztlich ist das jedem selbst überlassen. Ich persönlich habe es gemacht und freue mich auch schon auf meinen ersten Besuch aus Istanbul. Besser als abends stumpf vor dem Fernseher zu sitzen.

Wichtig: Man kann jederzeit seine Couch auf unavailable stellen. Außerdem muss man nicht jeden nehmen, der einen anschreibt. Für die Bewertung sollte man aber zumindest antworten…

Es gibt die Möglichkeit, sich seinen Account verifizieren zu lassen. Hierzu schickt Couchsurfing eine Postkarte mit einem Code, den man dann eingibt. Ist für alle Seiten noch einmal eine Möglichkeit sich abzusichern.

Nun geht man auf die Suche nach einer Couch am Reiseziel. Man kann nach Kontinent, dann Land und dann Stadt vorgehen. Bei der Selektion wird direkt angezeigt, wie viele Schlafmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Profile kann man nun durchklicken. Da sieht man, mit wem man es zu tun, hat idealerweise auch Fotos von der Person und der Couch und kann sich die bisherigen Bewertungen durchlesen. Wenn es einem zusagt dann mailt man den Host an. Dabei ist es wichtig (gerade, wenn es beliebte Städte sind), dass man den schmalen Grad zwischen langweiligem Roman und zu kurz gefasst erwischt. Stellt Euch einfach vor, Ihr würdet pro Tag ca 5 Anfragen bekommen, was würdet Ihr lesen wollen?

Wie nachher letztlich die Ausgestaltung ist ist immer Verhandlungssache.

Bei uns lief es so:

Unser Host hatte sehr ausführliche Informationen darüber geliefert, wie man zu ihm/in die Innenstadt/zu seiner Arbeit kommt. Diese Informationen beinhaltete auch ein Foto des Ticketautomaten 😉 Wir trafen uns am ersten Abend in der Nähe seiner Wohnung mit ihm und gingen einkaufen. Das ist in meinen Augen nur fair, wenn man dort kostenlos schläft. Wir haben am ersten Abend groß gekocht und unsere Frühstückssachen selbst bezahlt.

Da unser Host am nächsten Tag arbeiten musste und wir uns abends auf Tour getroffen haben gab es auch keinerlei Komplikationen wegen des Schlüssels. Wie gesagt: sowas sollte man vorher absprechen.

Unsere Erfahrung: Es war einfach klasse, direkt bei einem Helsinkianer unterzukommen 😉 Dadurch, dass in seinem Profil auch der Hang zu der von uns favorisierten Musik erkennbar war hatten wir den idealen Tippgeber und auch gleich sozialen Anschluss. Ich möchte diese Art und Weise der Reise nicht mehr missen und werde es nun sicher häufiger so machen. Zudem bin ich wahnsinnig gespannt auf die Besuche auf meiner Couch.

kreativgeschwister und LeBambi

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Gesellschaft, internet, Reise

4 Antworten zu “A couch in a city built on rock and roll – Teil 2

  1. GMU

    Davon habe ich jetzt schon so oft gehört, aber ich kann mich immer noch nicht damit anfreunden, nicht nur einfach fremde Leute zu beherbergen, sondern auch noch in meiner Wohnung alleine zu lassen.

    Wenn ich eine gesonderte Wohnung hätte, sofort, aber so, da ist mir ganz unwohl, das betrifft nicht ‚mal meinen Sparstrumpf. Mir ist Privatsphere dann wohl echt wichtiger.

  2. hey GMU,

    naja du musst sie da ja nicht alleine lassen. Und Privatsphär eist ja auch kein Thema, wenn dir nicht danach ist.

    ich werde das auch nicht jeden Tag machen.

    Eher so alle 2 Monate mal für 2 Nächte. Und dann auch wirklich die Nächte. Ich lass auch niemanden allein in meiner Bude.

    Heute kommt mein erster Couchsurfer, ein junger Mann aus Istanbul.

    Ich freu mich drauf!

  3. Full ack! Couchsurfing rockt. Bin jetzt schon über 2 Jahre aktiv, mehrmals gesurft und surfen lassen – durchweg positive bis sehr positive Erfahrungen gesammelt und sehr interessante & nette Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt. Mit so manch langjährigen ‚Freunden‘ hatte ich da weniger gute Zeit. Klar immer mit vorsichtig zu geniessen, deswegen Hirn einschalten und Profile ausgiebigst lesen.. Definitv *die* Art zu Reisen!

    Weiterhin viel Spaß!

    • Danke 🙂 dir auch!

      Ich hatte jetzt auch meine erste Erfahrung als Gastgeber und hatte wirklich sehr viel Freude. Man lernt ja auch seine eigene Stadt von einer ganz anderen Seite kennen. Einfach ein Gewinn 🙂

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