Alle haben ein Recht auf Bildungsurlaub

© Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO

Naja, in Hamburg zumindest alle, die seit einem halben Jahr mindestens in einer Festanstellung sind.

Was ist eigentlich ein Bildungsurlaub, was muss man bedenken und wer kann ihn bekommen?


Nach dem Hamburgischem Bildungsurlaubsgesetz haben Arbeitnehmer, die seit mindestens einem halben Jahr in einer festen Anstellung sind ein Recht darauf, in 2 aufeinanderfolgenden Kalenderjahren max. 10 Tage Bildungsurlaub zu bekommen. Dieser Urlaub darf nicht vom vertraglichen, tariflichen oder gesetzlich bestimmten Erholungsurlaub abgezogen werden. Das heißt, es gibt ihn on top. Außerdem darf es natürlich auch kein Grund sein, als Arbeitnehmer schlechter behandelt zu werden.

Bildungsurlaub bedeutet, dass man diese Zeit nutzt, um sich weiterzubilden. Und jetzt kommt’s: es muss nicht mit dem Beruf zu tun haben, sondern kann z.B. auch politische Bildung sein.

Möglich ist zum Beispiel ein Englischkurs auf Korsika oder ein Videokurs in der Heimat. Je nach Façon!

Es gibt Kurse, die per se schon als Bildungsurlaub gelten. Diese findet man zum Beispiel bei der Volkshochschule Hamburg. Hier werden die Angebote nach folgenden Themen gegliedert:

EDV und Arbeitswelt

Gesellschaft und Politik

Gesundheit und Umwelt

Sprachen

Video/Fotografie/Multimedia

Gibt es ein Angebot, für das man sich interessiert, und es ist noch nicht offiziell nach dem Gesetz ein Bildungsurlaub, so kann man auch eine Einstufung anstrengen.

Hier schafft der §15 einen Überblick:

§ 15 Anerkennung von Bildungsveranstaltungen

(1) Freistellung im Sinne dieses Gesetztes kann nur für Bildungsveranstaltungen beansprucht werden, die von der zuständigen Behörde oder in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland nach mit den Bestimmungen dieses Gesetzes inhaltlich übereinstimmenden Kriterien anerkannt sind.

(2) Die Anerkennung setzt voraus, daß es sich um Veranstaltungen im Sinne des § 1 dieses Gesetztes handelt und daß die Veranstalter die Bildungsveranstaltungen selbst planen und durchführen sowie hinsichtlich ihrer Einrichtungen und materiellen Ausstattung, ihrer Lehrkräfte und ihrer Bildungsziele eine sachgemäße Bildung gewährleisten. Die Ziele der Veranstalter und der Bildungsveranstaltungen müssen mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes im Einklang stehen.

(3) Die Anerkennung kann versagt oder zurückgenommen werden, wenn der Veranstalter wiederholt schuldhaft gegen die Bestimmungen dieses Gesetzes und daraus erwachsende Verpflichtungen verstoßen hat.

(4) Die zur Ausführung der Absätze 1 und 2 notwendigen Vorschriften erläßt der Senat durch Rechtsverordnung.

Also: bildet Euch!

BG, kreativgeschwister

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